Eine Woche Paris – One week Paris

Mein jüngerer Sohn und ich waren letzte Woche in Paris. Es war wundervoll! Schon der Anreisetag war aufregend: Ich heule jedes Mal beim Start eines Flugzeugs, weil ich überschäume vor Adrenalin.

My younger son and I were in Paris last week. It was wonderful! The arrival day was already exciting: On a plane, I cry every time we take off because I overflow with adrenaline.

Unser Apartment im Stadtteil Saint-Germain-Les-Près zwischen Gare Montparnasse, Louvre und Eiffelturm im 3. Stock eines Wohngebäudes war ausreichend groß für uns, ca. 50 qm, 2 Zimmer, Küche mit Einbauküche und Essecke, Bad mit Dusche, WC extra. Fenster nach 3 Himmelsrichtungen. Wir wollten lieber mehr Platz haben und mehr Ruhe, was teurer war als ein Hotel, und haben zum Ausgleich im Supermarkt eingekauft,  selbst gekocht und für unterwegs Brotzeit mitgenommen.

Am Ankunftstag waren wir sehr spät im Apartment und waren danach nur noch einkaufen. In Paris gibt es viele 24-Stunden-Supermärkte. Bei uns in der Nähe war Proxi. Ist leider doppelt so teuer wie Franprix oder Monoprix, aber wenn du es nicht bis 22 Uhr schaffst, kannst du dort rund um die Uhr einkaufen.

Our apartment in the district of Saint-Germain-Les-Près between Gare Montparnasse, Louvre and Eiffeltower on the third floor of an apartment building was sufficiently big for us, about 50 sq.m., 2 rooms, fitted kitchen and dinette, bathroom with shower, separate lavatory. Windows to 3 directions. We preferred to have more space and more calm, which was more expensive than a hotel, and to compensate we shopped in the supermarket, cooked at home and took snacks to go.

On our arrival day, we were at the apartment very late and were only shopping after that. In Paris there are many 24/7 supermarkets. Near us there was Proxi. Unfortunately it’s double as expensive as Franprix or Monoprix, but if you don’t succeed in going shopping before 10 p.m., you can go shopping there.

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Am zweiten Tag haben wir unsere Tickets für die Sehenswürdigkeiten gebucht.

Was wir gemacht haben und was ich weiter empfehlen kann:

1.) Tour Montparnasse, um die Stadt inklusive Eiffelturm von oben zu sehen. Einfach online buchen. Man kommt sofort ohne Warten rein. Der Turm ist 210 Meter hoch und man sieht ganz Paris. Toll zum Start! Die Vorfreude auf den Eiffelturm steigt!

2.) Hop-on-and-off-Ticket für Bus und Boot (Batobus) von Opentour Paris für 47 EUR pro Person. Das geht so: Die Tickets online kaufen. Am ersten Tag ab 16 Uhr, nicht vorher, das erste Mal in den Bus steigen und Online-Ticket aktivieren lassen. Dadurch gewinnt man einen ganzen Tag dazu! Man erhält ein ausgedrucktes Ticket. Dieses Ticket immer bereit halten und nicht verlieren! Es gibt 3 Hauptlinien durch die Stadt. Man kann immer und überall aussteigen und wieder einsteigen. Über Kopfhörer (wer die Knopfkopfhörer nicht mag, nimmt eigene mit) kann man in mehreren Sprachen Audios über die Sehenswürdigkeiten hören, an denen man gerade vorbei fährt. Im oberen Stock des Busses sieht man  natürlich besser, aber es empfiehlt sich, Sonnencreme zu verwenden bzw. eine Regenjacke einzupacken. An bestimmten Stellen kann man in eine andere Linie umsteigen. Am zweiten Abend haben wir uns mit dem Busticket das Batobus-Ticket geholt (Boot mit 8 Haltestellen auf der Seine). Dadurch haben wir einen zusätzlichen Tag dazu gewonnen, an dem wir noch mit dem Boot fahren konnten. (Also insgesamt 4 Tage Sightseeing-Fahren!) Das Boot ist am allerschönsten am Abend bei  Sonnenuntergang. Das letzte Boot fährt kurz nach 21 Uhr und ist ca. 22 Uhr an der Endstation Eiffelturm.

3.) Eiffelturm: Am besten bucht man das Ticket zur Spitze 3 Wochen vorher. Die Tickets sind nämlich schnell ausgebucht. Wenn das nicht geht, weil vergessen oder spontan, dann ist die beste Zeit, sich am Eiffelturm anzustellen (um überhaupt aufs Gelände zu kommen – Sicherheitskontrolle), um 22 Uhr (wenn man mit dem letzten Batobus ankommt), weil der Eiffelturm nur bis Mitternacht geöffnet hat und man auch kein Ticket mehr zur Spitze bekommt. Dafür noch bis zur zweiten Terrasse auf über 100 m. Dort hat man einen super Ausblick, und es ist viel weniger zugig und windig als auf der Spitze. Einfach mit dem letzten Aufzug wieder runter fahren, wenn die Security alle einsammelt, die noch oben sind. Wunderschön ist es, dem Eiffelturm zur vollen Stunde (22 Uhr, 23 Uhr) beim Glitzern zuzuschauen. Dauert nur ein paar Minuten, ist aber total romantisch. Viele lustige Fotos kann in dem Park Champs de Mars machen. Die fliegenden Händler (Beer fresh? Water cold?) rund um den Turm können nervig werden, aber einfach immer „No, thank you.“ antworten klappt.

4.) Louvre: Das Online-Ticket kann man für eine bestimmte Uhrzeit buchen, man kann aber trotzdem früher oder später als zu dieser Zeit rein. Wer einen Audio-Guide will, muss extra zahlen. Wer den Audio Guide nicht gebucht hat, muss entweder 2 Stunden warten, bis wieder einer verfügbar ist, oder darauf verzichten. Der Louvre ist unübersichtlich, weil es dauernd treppauf, treppab und um viele Ecken geht. Man kann aber die überall verteilt sitzenden Mitarbeiter nach dem Weg fragen. Die Mona Lisa ist als einziges gut beschildert. Nicht enttäuscht sein: Sie ist viel kleiner, als man denkt, und hängt viel zu weit unten, und man kommt nur mit viel Geduld ganz nach vorne. Man schafft es nicht, vorne ein bisschen hin und her zu gehen, um zu sehen, wie sie dich mit den Augen verfolgt. Man kann sich nur zweimal anstellen, einmal links, einmal rechts, wenn man diesen Effekt sehen will. Die anderen Kunstwerke sind alle leicht zugänglich. Die italienischen Maler sind alle im gleichen Stockwerk bei der Mona Lisa. Die Nike ist auch ganz nah. Zum Codex Hammurapi ist es etwas weiter. Tipp: Wenn man den nächsten Mitarbeiter nach dem Weg fragt, ein Foto des Kunstwerks aus dem Internet herzeigen. (Oder es auf französisch erfragen.)

5.) Statue de Liberté (Freiheitsstatue): Wir sind vom Eiffelturm zu Fuß an der Seine entlang dorthin gegangen. Ein toller Weg: Lauter Luxusjachten und andere schöne Boote auf der Seine und gigantische Wolkenkratzer aller Art links davon. Auf der Insel, auf der die Statue steht, kann man auch gehen. Unter der Brücke, wo man zur Statue kommt, ist ein kostenloses Freiluft-Fitnessstudio.

6.) Versailles: Auch wer online bucht, muss in der krass langen Schlange stehen, die zu keiner Zeit kürzer wird (außer wenn das Schloss gleich schließt). Man wartet bei ca. 6 Windungen der Schlange auf dem Platz ca. 1,5 bis 2 Stunden. Ich habe die Zeit genutzt, mich mit den Wartenden hinter mir zu unterhalten. Die Zeit ist im Nu verflogen. Im Schloss selbst lässt man sich mit der Menge treiben. Audio Guide muss meiner Meinung nach nicht sein, es steht überall viel Text in den Räumen zum Lesen, und ich wollte einfach nicht nochmal anstehen. Der Garten ist wundervoll. Ein See mit Ruderbooten, die man ausleihen kann. Die Musikgärten (am besten online mit buchen!) sind schön: Wasserspiele zu klassischer Musik. Wer auch noch das Feuerwerk sehen will, muss unbedingt auf den Wochentag achten (Samstagsabends im Sommer).